Menu Conte und Partner Treuhand

News

27.09.2017
Anpassung der MWST-Abrechnungsformulare


In Zusammenhang mit der Umsetzung der Teilrevision des MWST-Gesetzes wird das MWST-Abrechnungsformular inhaltlich angepasst.

Änderung der Mehrwertsteuersätze per 1. Januar 2018

Anlässlich der Volksabstimmung vom 24. September 2017 wurden der Bundesbeschluss vom 17. März 2017 über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und das Bundesgesetz vom 17. März 2017 über die Reform der Altersvorsorge 2020 abgelehnt.

Ab dem 1. Januar 2018 gelten somit neu die folgenden Mehrwertsteuersätze:

Normalsatz  7.7%  Sondersatz Beherbergungsleistungen 3.7%  Reduzierter Satz 2.5%

Aktuelle Steuersätze    8.0%    3.8%    2.5%      

- Auslaufende IV-Zusatzfinanzierung 31.12.2017   -0.4%   -0.2%   -0.1%      

+ Steuersatzerhöhung FABI 1.1.2018 - 31.12.2030   0.1%   0.1%   0.1%      

Gültige Steuersätze ab 1.1.2018    7.7%    3.7%    2.5%     

Bitte beachten Sie, dass ab dem 4. Quartal 2017 bzw. 2. Semester 2017 und ab dem 1. Quartal 2018 bzw. 1. Semester 2018 (inhaltliche Anpassung aufgrund der Teilrevision MWSTG) neue Abrechnungsformulare zur Anwendung gelangen
 

21.09.2016
Zug bereitet sich auf Unternehmenssteuerreform III vor

Der Regierungsrat hat die Eckwerte für die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III festgelegt. Kernelement ist ein einheitlicher Gewinnsteuersatz von rund 12 Prozent. Mit gezielten Massnahmen, beispielsweise mit der Verankerung einer Patentbox oder der Förderung von Forschung und Entwicklung, kann die Steuerrevision voraussichtlich ohne namhafte Einbussen für Kanton, Unternehmen und Private umgesetzt werden, und Zug bleibt so national und international ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort.

Die Unternehmenssteuerreform III (USR III) ist für die Schweiz und insbesondere für den international ausgerichteten Wirtschaftsstandort Zug von grosser Bedeutung. Sie verfolgt das Ziel, das Schweizer Steuersystem international wieder akzeptabel zu machen und die steuerliche Privilegierung einiger international tätiger Firmen aufzuheben. «Der Regierungsrat steht klar hinter der Steuerreform und ist bereit, sie umzusetzen», erläutert Landammann und Finanzdirektor Heinz Tännler. «Wir haben die Eckwerte festgelegt, wie die Steuerreform im Kanton Zug aus heutiger Sicht ohne negative Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort – also ohne nennenswerte finanzielle Einbussen für Kanton und Gemeinden und ohne Umwälzung der möglichen Steuerausfälle auf den privaten Steuerzahler – umgesetzt werden kann».

Sechs Eckpfeiler
Kernelement der USR III ist ein einheitlicher Gewinnsteuersatz für alle Unternehmen von rund 12 Prozent. Ein weiterer Bestandteil des Pakets ist die Verankerung einer Patentbox mit einer kantonalen steuerlichen Entlastung von 90 Prozent. Ferner werden Forschung und Entwicklung mit einem 150-prozentigen kantonalen Abzug gefördert. Weitere Eckpfeiler sind die Einführung einer zinsbereinigten Gewinnsteuer, womit im Gegenzug nach Bundesrecht die Besteuerung qualifizierender Dividenden von heute 50 Prozent auf neu 60 Prozent erhöht wird. Zudem will der Kanton Zug eine Maximalentlastung von 80 Prozent vom Reingewinn festlegen und Anpassungen bei der Kapitalsteuer vornehmen. «Mit diesem Paket bleibt der Kanton Zug attraktiv und konkurrenzfähig», zeigt sich Landammann Tännler von den Massnahmen überzeugt.
Ansässige Firmen profitieren
Die Anpassungen werden zu einem grösseren Umbau des Unternehmenssteuerrechts führen. Ein Teil der bisher privilegiert besteuerten Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften wird dabei eine moderate steuerliche Mehrbelastung in Kauf nehmen müssen. Dafür wird der Gewinnsteuersatz für alle übrigen Zuger Unternehmen von heute 14,6 Prozent auf neu rund 12 Prozent gesenkt.

Keine Mehrbelastung der privaten Steuerzahler
Der Umbau des Zuger Unternehmenssteuerrechts wird aufkommensneutral erfolgen. Dies bedeutet, dass sich die verschiedenen Mehr- und Mindereinnahmen, inklusive indirekte NFA-Folgen, ungefähr ausgleichen. «Wichtig ist dem Regierungsrat, dass die USR III keine Steuerlasten von den Unternehmen auf die Privatpersonen umlagert», unterstreicht Finanzdirektor Tännler.

Definitive Vorlage im Frühling 2017
Noch basiert der Entscheid des Regierungsrats auf Schätzwerten und Hochrechnungen. Zudem wird das Schweizer Volk erst voraussichtlich im Februar 2017 über die USR III abstimmen. Erst danach wird der Bundesrat wichtige Ausführungserlasse zur Patentbox oder zur Förderung von Forschung und Entwicklung veröffentlichen. Deshalb wird der Regierungsrat anfangs 2017 nochmals über die Eckwerte beraten und die definitive Vorlage voraussichtlich im April 2017 in die Vernehmlassung schicken. Bis dahin werden auch die finanziellen Aussichten und die Ergebnisse von «Finanzen 2019» besser abschätzbar sein. Die Beratung im Kantonsrat ist für 2018 vorgesehen und in Kraft treten wird das neue Gesetz anfangs 2019.

Regierungsrat empfiehlt für USR III zu stimmen
Der Regierungsrat steht mit Überzeugung hinter der USR III und empfiehlt für den Fall einer Referendumsabstimmung, der Vorlage zuzustimmen und das Referendum abzulehnen. Er ist überzeugt, dass die USR III, wie sie vom Bundesrat und vom Parlament vorgeschlagen wurde, nötig und richtig ist. Und zwar sowohl für die Rechtssicherheit als auch für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz und des Kantons Zug.
 


 

25.08.2016
2. Kurs "Mein Weg in die Selbständigkeit"

Dienstagabend, 25. Oktober 2016

Kursort: Amag Zug, Alte Steinhauserstrasse 1, 6330 Cham
http://www.amag.ch/amagch/corp/de/Garage/amag-zug.html

Kursstart: 17.00 Uhr
mit anschliessendem Apéro (Persönlicher Austausch von Referenten und Kursteilnehmer)

Kurskosten: CHF 200.00 pro Teilnehmer

Referenten:
- Ausgleichskasse Zug, Herr Thomas Bösch
  (Abteilungsleiter Beiträge)
- Die Mobiliar Generalagentur Zug, Herr René Sidler
  (Mitglied des Kaders)
- Raiffeisen Cham-Steinhausen, Herr Hannes Burkard
  (Mitglied der Bankleitung)
- SwissLife Generalagentur Zug, Herr Stefan Furrer
  (Generalagent)
- CONTE & Partner Treuhand AG, Herr Francesco Conte
  (Geschäftsführender Inhaber)
 

Anmelden unter: http://www.i-gruenden.ch/pages/de/kurse.php



02.12.2015

Unfallversicherung: Neue Obergrenze für den versicherten Verdienst
 

Der Bundesrat erhöht den Höchstbetrag des versicherten Verdienstes in der obligatorischen Unfallversicherung per 1. Januar 2016. Damit ist gewährleistet, dass die überwiegende Mehrheit aller versicherten Arbeitnehmer zum vollen Verdienst versichert ist. Die neue Obergrenze ist nicht nur für die Unfallversicherung, sondern auch für die Arbeitslosenversicherung und die Invalidenversicherung massgebend.

Der Höchstbetrag des versicherten Lohnes ist massgebend, um sowohl die Prämien als auch die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung zu berechnen. Dieser Höchstbetrag wird vom Bundesrat festgesetzt. Er hat bei der Festsetzung dafür zu sorgen, dass in der Regel mindestens 92 Prozent, aber nicht mehr als 96 Prozent der versicherten Arbeitnehmer zum vollen Verdienst versichert sind.

Die letzte Anpassung erfolgte per 1. Januar 2008. Aufgrund der Lohnentwicklung ist nun eine erneute Anpassung nötig. Der Bundesrat hat entschieden, die Obergrenze per 1. Januar 2016 von 126‘000 Franken auf 148'200 Franken hinauf zu setzen. Diese Erhöhung bewegt sich im Rahmen der letzten Anpassungen. Mit der neuen Obergrenze werden ab 1. Januar 2016 rund 95 Prozent der Versicherten zum vollen Lohn versichert sein.

Der Höchstbetrag des versicherten Lohnes in der obligatorischen Unfallversicherung ist auch für andere Sozialversicherungszweige von Bedeutung. Die Obergrenze gilt nicht nur für die Unfallversicherung, sondern ist auch massgebend für die Festsetzung der Beiträge und Leistungen der Arbeitslosenversicherung und für die Höhe des Taggeldes der Invalidenversicherung. Die Anpassung des höchstversicherten Verdienstes hat keine Änderung der aktuellen Prämien- und Beitragssätze zur Folge. Neu erfolgen jedoch entsprechende Abzüge auch auf Löhnen über 126'000 Franken.


05.10.2015
Höchstabzüge Säule 3a im Steuerjahr 2016

Der Steuerabzug im Rahmen der begundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) bleibt für das Steuerjahr 2016 unverändert. Es gelten gleich wie im Vorjahr folgende Höchstabzüge: 

- Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige mit 2. Säule CHF 6'768.-

- Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige ohne 2. Säule CHF 30'840.-

 


05.01.2015
Anpassungen der Sozialversicherungen per 1.1.2015

Der Bundesrat hat per 1. Januar 2015 die AHV- und IV-Renten sowie den Betrag für den Lebensbedarf bei den Ergänzungsleistungen der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung (Mischindex) angepasst. Gleichzeitig werden die Grenzbeträge der beruflichen Vorsorge, u.a. der Koordinationsabzug, darauf abgestimmt. Angepasst werden auch die steuerbefreiten Sparbeträge in der Säule 3a. Im Rahmen der Verordnungsanpassungen befreit der Bundesrat zudem geringfügige Löhne von jungen Leuten in Privathaushalten von der Beitragspflicht.

Die minimale AHV/IV-Rente steigt von 1'170 auf 1'175 Franken pro Monat, die Maximalrente von 2'340 auf 2'350 Franken. Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von 19'210 auf 19'290 Franken pro Jahr für Alleinstehende, von 28'815 auf 28'935 Franken für Ehepaare und von 10'035 auf 10'080 Franken für Waisen erhöht. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angepasst.

Die Mindestbeiträge der Selbständigerwerbenden und der Nichterwerbstätigen für AHV, IV und EO bleiben unverändert bei 480 Franken pro Jahr, der Mindestbeitrag für die freiwillige AHV/IV bleibt ebenfalls unverändert bei 914 Franken. Hingegen wird die obere Grenze der sinkenden Beitragsskala für Selbständigerwerbende nach oben angepasst .

Kosten der höheren Renten
Die Erhöhung der Renten führt zu Mehrkosten von rund 201 Millionen Franken. Für die AHV belaufen sich die Mehrausgaben auf 176 Millionen Franken, wovon 34 Millionen Franken zulasten des Bundes gehen (19,55 % der Ausgaben). Die IV trägt 25 Millionen Franken. Die Anpassung der Ergänzungsleistungen zu AHV und IV verursacht zusätzliche Kosten von 0,4 Millionen Franken zu Lasten des Bundes und 0,3 Millionen Franken für die Kantone.

Anpassung der Grenzbeträge in der beruflichen Vorsorge
In der obligatorischen beruflichen Vorsorge wird der Koordinationsabzug von 24'570 auf 24'675 Franken erhöht, die Eintrittsschwelle steigt von 21'060 auf 21'150 Franken. Der maximal erlaubte Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) beträgt neu 6'768 Franken (heute 6'739) für Personen, die bereits eine 2. Säule haben, respektive 33'840 Franken (heute 33'696) für Personen ohne 2. Säule. Auch diese Anpassungen treten auf den 1. Januar 2015 in Kraft.

"Sackgeldjobs" von der AHV-Beitragspflicht befreit
Wie vom Parlament beschlossen, werden im Rahmen der Verordnungsänderungen auf den 1.1.2015 "Sackgeldjobs" von Jugendlichen von der AHV-Beitragspflicht befreit. Das heisst, dass z.B. Eltern, die in kleinem Umfang einen Babysitter beschäftigen, keine Arbeitgeberbeiträge mehr abrechnen und einzahlen müssen, und dass vom geringfügigen Lohn des Babysitters auch kein AHV-Abzug gemacht werden muss. Damit wird vermieden, dass bei solchen Beschäftigungen entweder ein unverhältnismässiger administrativer Aufwand getrieben werden muss, oder dass die Auftraggeber in der Illegalität leben, wenn sie keine AHV-Beiträge abrechnen. Konkret sollen junge Leute bis Ende ihres 25. Altersjahrs keine Beiträge entrichten müssen, wenn ihr Einkommen aus einer Tätigkeit in Privathaushalten 750 Franken pro Jahr nicht übersteigt. Die beschäftigten Jugendlichen können aber verlangen, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge mit der AHV abgerechnet werden.
 

Bundesamt für Sozialversicherungen
 


05.12.2014
MWST: Abfrage der Schweizer Mehrwertsteuernummer bei ausländischen Unternehmen
 

Ausländische Unternehmen aus dem EU/EFTA Raum werden seit dem 3. Dezember 2014 im Rahmen des bestehenden Online-Meldeverfahrens für kurzfristige Erwerbstätigkeit über eine allfällige Mehrwertsteuerpflicht informiert und für die weiteren Abklärungen direkt auf die entsprechenden Internetseiten der Eidgenössischen Steuerverwaltung weitergeleitet.

Ab dem 1. Januar 2015 tritt zudem eine Änderung bei der Steuerpflicht ausländischer Unternehmen in Kraft: Unternehmen mit Sitz im Ausland, die bisher von der Steuerpflicht befreit waren, weil sie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ausschliesslich der Bezugsteuer unterliegende Lieferungen erbracht haben, sind ab dem 1. Januar 2015 steuerpflichtig, wenn sie in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein mindestens 100 000 Franken Umsatz pro Jahr erzielen. Dies betrifft insbesondere Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes. Damit sollen mehrwertsteuerbedingte Wettbewerbsnachteile inländischer Unternehmen reduziert werden.

Eidg. Steuerverwaltung
 

 


26.08.2014
Wo der Lottogewinner Steuern in Millionenhöhe spart


Knackt ein Zürcher den Rekordjackpot, muss er bis zu 40 Prozent davon an den Staat abliefern. Ein Umzug würde ihn davor bewahren – aber nur, wenn er eine entscheidende Regel beachtet.


Fast jedes dritte Los der Schweiz wird im Kanton Zürich gekauft, das lässt sich aufgrund der Verteilung der Lotteriegelder errechnen. Dafür sind zwar auch die vielen Pendler mitverantwortlich, die hier an den Kiosk gehen, und doch heisst das: Falls wirklich einer den Jackpot leert, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es ein Zürcher ist.

Ein Rüschliker zahlt 3 Millionen weniger

Das zeigt auch die Landeskarte der Lottomillionäre, die die Lotteriegesellschaft Swisslos führt. Jeder Glückspilz ist darauf mit einem vierblättrigen Kleeblatt markiert. Das Ergebnis sieht aus, als wäre die Schweiz eine Dartscheibe – und das Glück ein Dartspieler, der konsequent auf den Zürichsee zielt.

Sollte sich diese Tendenz am Samstag bestätigen, heisst das: Vom Rekordjackpot fliessen bis zu 40 Prozent über die Einkommenssteuer in die Staatskasse. Denn sogar in der steuergünstigsten Zürcher Gemeinde, Rüschlikon, müsste der Gewinner 16,2 Millionen Franken an Bundes-, Staats- und Gemeindesteuern entrichten. In solchen mit dem Maximalsteuerfuss wären es sogar 19,3 Millionen.

Die Crux mit dem Stichtag beim Umzug

Für jene Zürcher Lottospieler, die überzeugt sind, den Jackpot zu knacken, sind solche Aussichten womöglich ein Grund, sich nach einem neuen, steuergünstigeren Zuhause umzusehen. Dabei gilt es aber eine wichtige Regel zu beachten, auf die Steuerrechtsexperten hinweisen: Wer innerhalb des Kantons den Wohnort wechselt, spart dadurch nicht einen einzigen Franken. Man müsste wenn schon den Kanton wechseln.

Bei Umzügen von einer Zürcher Gemeinde in eine andere ist fürs Steueramt nämlich ausschlaggebend, wo man am 1. Januar jenes Jahres gelebt hat, in dem man seinen Gewinn gemacht hat. Bei Umzügen in einen anderen Kanton hingegen kommt es auf den Wohnort am 31. Dezember an.

Deshalb heisst das gelobte Land für designierte Zürcher Lotto-Millionäre mit Fluchtgedanken nicht Rüschlikon, Küsnacht oder Herrliberg, sondern Wollerau im Kanton Schwyz, nur wenige Kilometer weiter am Oberen Zürichsee gelegen. Mit einem Umzug dorthin könnte ein Jackpotgewinner aus Winterthur fast 7 Millionen Franken Steuern sparen – dafür kann man sich am neuen Wohnort ein 325-Quadratmeter-Penthouse mit Pool und Seesicht leisten. Noch besser kommt weg, wer dem Zürichsee den Rücken kehrt und nach Zug übersiedelt. Dann bleiben am Ende des Jahres 8,4 Millionen mehr auf dem Konto.

Das sind keine blossen Gedankenspielereien: Laut Swisslos gab es vor ein paar Jahren einmal einen Euro-Millions-Gewinner, der einen Treffer im Wert von über 80 Millionen Franken landete. Der Mann, gemäss Medienberichten ein Zürcher, zog noch im gleichen Jahr nach Wollerau. Seine Steuerersparnis: 14 Millionen.
 

Quelle: NZZ vom 22.8.2014


17.04.2014
Revidierter Steuerabzug von Aus- und Weiterbildungskosten
gilt ab 2016

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung das Bundesgesetz über die steuerliche Behandlung berufsorientierter Aus- und Weiterbildungskosten auf den 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt. Gleichzeitig hat das EFD Anpassungen in der Berufskostenverordnung vorgenommen, die durch das neue Gesetz notwendig wurden. Damit werden neu alle beruflichen Aus- und Weiterbildungskosten zum Abzug zugelassen.

Der Abzug beträgt beim Bund maximal 12‘000 Franken pro Steuerperiode. Die Kantone können die Obergrenze für die kantonalen Steuern selbst festlegen. Der neue Abzug gilt nicht wie bis anhin nur für Weiterbildungskosten, sondern für alle beruflichen Aus-, Weiterbildungs- und Umschulungskosten. Die vom Arbeitgeber getragenen Kosten werden dem Arbeitnehmer nicht zum Lohn hinzugerechnet. Wie bisher bleiben die Kosten für die Erstausbildung nicht abzugsfähig. Das Parlament hatte das Bundesgesetz am 27. September 2013 verabschiedet, und die Referendumsfrist ist unbenutzt verstrichen. Die Kantone haben bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen bundesrechtlichen Bestimmungen Zeit, um ihre eigene Gesetzgebung anzupassen. Damit wird ein gleichzeitiges Inkrafttreten von Bundesrecht und kantonalem Recht gewährleistet.

 


11.03.2014
Der Perfekte Plan für die Pension

Eine gute Planung der Pensionierung lohnt sich. So lassen sich die Alterseinkünfte sicherstellen und Steuern sparen. Zu empfehlen ist unter anderem die Aufstellung eines Budgets sowie eine Strategie für die Geldanlage.

Mit der Pensionierung beginnt für die meisten Menschen die «Verzehrphase», wie es im Finanzjargon heisst. Das angesparte Vorsorgekapital wird nun nach und nach aufgebraucht – es sei denn, es gelingt, den Lebensunterhalt von Kapitalerträgen oder Mieteinnahmen zu bestreiten. Für die neue Lebensphase ist eine gute finanzielle Planung notwendig, und den baldig Pensionierten stellen sich allerhand Fragen. Zu den wichtigsten zählen folgende:

    Wie stellt man die Einkünfte für die «dritte Lebensphase» sicher?
    Wie lassen sich die Steuern optimieren?
    Wie viel Geld braucht man nach der Pensionierung, wie verändern sich Einnahmen und Ausgaben?
    Wie legt man das Kapital im Alter am besten an?

Sicherstellung Einkünfte

Die Sicherstellung der Einkünfte für die «dritte Lebensphase» sollte mit einer guten Planung bereits einige Jahre vor der Pensionierung beginnen. Die erste und zweite Säule der Altersvorsorge, also AHV und Pensionskasse, sorgen dabei im Allgemeinen für den Löwenanteil der Einkünfte im Ruhestand. Bei der Pensionskasse haben künftige Rentner die Wahl zwischen einer Auszahlung als Rente oder als Kapital. Damian Gliott von der Finanzberatungsgesellschaft Vermögenspartner empfiehlt, den Grundbedarf mit einer Rente zu beziehen. Bei einer hohen Pensionskassenrente könne man sich auch einen Teil des Guthabens aus der zweiten Säule als Kapitalsumme auszahlen lassen. Hinzu kommt allenfalls das Kapital aus der dritten Säule, das heisst also der privaten Altersvorsorge.

Viele Bürger wollen neben dieser Altersvorsorge noch ein zusätzliches Einkommen haben. Möglichkeiten sind beispielsweise der Kauf und die Vermietung von Immobilien, Erträge aus Investitionen in Wertschriften oder Leibrenten von Versicherungen. Aus Sicht von Willy Graf, Inhaber der Vorsorgeplanungs-Gesellschaft VVK AG, lohnt es sich nicht, Kapital aus der Pensionskasse zu nehmen und damit eine Leibrenten-Versicherung abzuschliessen. Der Umwandlungssatz für die Rente aus der Pensionskasse sei im Allgemeinen viel höher. Für andere Anlagen könne sich dies aber durchaus lohnen, und mit dem richtigen Mass zwischen Sicherheit und Flexibilität liessen sich dabei Steuern sparen.

Bei der Planung der Pensionierung gibt es Möglichkeiten, erheblich Steuern zu sparen. Vor dem Eintritt ins Rentenalter können Sparer ihre Steuerlast durch Einzahlungen in die Säule 3a, durch Einkäufe in die Pensionskasse oder durch Berufsauslagen verringern. Diese Möglichkeiten fallen nach der Pensionierung weg. Die Berater von Vermögenspartner sehen aber grosses Potenzial für Optimierungen beim Bezug der Vorsorgegelder. Einzelne Gefässe könnten sich Sparer in vielen Kantonen gestaffelt, also in verschiedenen Steuerperioden und daher mit niedrigerem Steuersatz, auszahlen lassen.

Um Steuern zu sparen, empfiehlt Gliott zudem, Investitionen in Immobilien eher dann zu machen, wenn man noch ein höheres Einkommen habe. Ehepaare sollten ihre Optimierungsmöglichkeiten bei der zweiten und der dritten Säule genau prüfen.
Ein Budget erstellen

Wichtig bei der Planung der Pensionierung ist vor allem ein aktualisiertes Haushaltsbudget. Viele seiner Kunden seien erstaunt, dass die Haushaltsausgaben nach dem Ausstieg aus der Berufstätigkeit doch deutlich zurückgingen, sagt Graf. Das Budget in der Pension lasse sich folgendermassen berechnen: Als Basis diene das Haushaltsbudget vor der Pensionierung, davon fielen die Beiträge für Säule 3a, etwaige Lebensversicherungsprämien, Berufsauslagen sowie Kosten für den Weg zur Arbeit weg. Die Steuerbelastung hingegen falle zwar im Allgemeinen etwas geringer aus, bleibe doch auch im Alter recht hoch. Gliott hingegen geht davon aus, dass die meisten Bürger nach der Pensionierung etwa gleich viel Geld benötigten wie als Erwerbstätige. Zwar fielen einige Ausgaben weg, doch viele Rentner gingen öfter in die Ferien und hätten auch allgemein mehr Zeit als vorher, um ihr Geld auszugeben.

Bei der Geldanlage im Alter wird oft die Regel «100 minus Lebensalter» bemüht. Sie besagt, dass der Aktienanteil in einem Portfolio umso geringer sein sollte, je älter der Anleger ist. Allerdings ist diese Regel simplistisch. Eine 90-Jährige, der ihre Rente reiche und die Geld anlege, tue dies ja praktisch schon für ihre Kinder, sagt Gliott. Deshalb sei der Entscheid über die «richtige» Aktienquote ein sehr individueller. Graf rät bei der Geldanlage im Alter dazu, eine grosszügige Cash-Reserve für Notfälle auf dem Konto zu halten. Aus seiner Sicht sollte sich diese Summe auf mindestens eine halbe Jahresrente belaufen.

Quelle: NZZ vom 8. März 2014 / Michael Ferber


20.11.2013
Revidiertes Sanierungsrecht tritt am 1. Januar 2014 in Kraft

Medienmitteilungen, Der Bundesrat, 06.11.2013

Bern. Der Bundesrat hat heute die Teilrevision des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt. Die neuen Bestimmungen erleichtern die Sanierung von Unternehmen.

Das revidierte Gesetz beseitigt durch punktuelle Verbesserungen verschiedene Schwachstellen im bisher geltenden Insolvenzrecht. Es sieht namentlich folgende Neuerungen vor:

- Die Nachlassstundung wird künftig nicht mehr zwingend in einem Nachlassvertrag oder Konkurs enden. Sie kann vermehrt auch zu reinen Stundungszwecken bewilligt werden.
- Die Genehmigung des Nachlassvertrages hängt nicht mehr davon ab, dass die Befriedigung der Drittklassforderungen sichergestellt ist. Dieses Erfordernis hat oft erhebliche finanzielle Mittel blockiert und das Zustandekommen eines Nachlassvertrages beträchtlich erschwert. Die Anteilseigner müssen zudem bei einem ordentlichen Nachlassvertrag künftig einen angemessenen eigenen Sanierungs- beitrag leisten, damit eine gewisse Gleichbehandlung mit den Gläubigern erreicht wird.
- Bei Dauerschuldverhältnissen (z.B. Miet- oder Leasingverträge) in der Insolvenz wird künftig differenziert, ob ein Liquidationsfall (Konkurs oder Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung) oder eine Nachlassstundung zum Zwecke der Sanierung und anschliessenden Weiterführung des Unternehmens vorliegt. Im ersten Fall wird vermutet, dass das Dauerschuldverhältnis ordentlich aufgelöst wird, sofern die Konkursverwaltung den Vertrag nicht weiterführen will und nicht in diesen eintritt. Im zweiten Fall kann hingegen der Schuldner ein Dauerschuldverhältnis mit Zustimmung des Sachwalters ausserordentlich auflösen, wobei die Gegenpartei aber voll zu entschädigen ist.
- Die Mitwirkungsrechte der Gläubiger während der Nachlass- stundung werden namentlich zum Schutz vor vorschnellen Liquidationshandlungen gestärkt. Falls es die Umstände erfordern, setzt das Nachlassgericht einen repräsentativen Gläubigerausschuss ein, der den Sachwalter beaufsichtigt.
- Wird ein Betrieb im Rahmen eines Insolvenzverfahrens übernommen, besteht keine Pflicht mehr, alle bisherigen Arbeitsverträge zu übernehmen. Ob und wieweit mit dem Betrieb auch die Arbeitsverträge übernommen werden, ist im Einzelfall zwischen den Beteiligten zu verhandeln. Als Ausgleich gibt es neu eine allgemeine Sozialplanpflicht bei Entlassungen, sofern kein Nachlass- vertrag abgeschlossen wird. Diese Pflicht gilt für Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitenden, die mehr als 30 Mitarbeitende entlassen wollen. Damit kommen mehr als ein Drittel der Arbeitskräfte in den Genuss der neuen Regelung.
- Das mit dem neuen Mehrwertsteuergesetz am 1. Januar 2010 eingeführte Privileg für Forderungen aus der Mehrwertsteuer in der zweiten Konkursklasse wird aufgehoben. Dieses Privileg hat viele Sanierungen erschwert oder gar verunmöglicht, die unter früherem Recht hätten durchgeführt werden können.
- Die paulianische Anfechtung eines Rechtsgeschäfts soll erleichtert werden, wenn die Vermögensverschiebung zugunsten einer nahestehenden Person erfolgt. Dies gilt namentlich auch für Verschiebungen innerhalb eines Konzerns.

Die Referendumsfrist gegen das revidierte Gesetz ist am 10. Oktober 2013 unbenutzt abgelaufen. Die Kantone müssen aufgrund der Rechtsänderung ihr eigenes Recht, insbesondere ihre Einführungsgesetze zum SchKG, nicht anpassen. Da auch keine anderen organisatorischen Massnahmen erforderlich sind und keine anderweitigen Gründe für eine längere Übergangs- und Anpassungsfrist bestehen, können die neuen Bestimmungen per
1. Januar 2014 in Kraft treten.
 


06.08.2013
Bisherige MWST-Nummer nur noch bis 31.12.2013 gültig

Auf den 1. Januar 2011 ist das Bundesgesetz über die Unternehmens-Identifikationsnummer (UIDG) in Kraft getreten. Seitdem besitzt jedes Unternehmen eine einheitliche Identifikationsnummer. Die UID-Nummer mit dem Zusatz «MWST» löst die alte sechsstellige MWST-Nummer ab. Fortan werden MWSTNummern von Firmen aussehen wie dieses fiktive Beispiel: CHE-123.456.789 MWST.

Der Zusatz kann auch in Italienisch (IVA) oder Französisch (TVA) erfasst werden. Diese Änderung tritt auf den 1. Januar 2014 in Kraft. Bis Ende 2013 ist die alte sechsstellige MWST-Nummer (Referenznummer) noch gültig. Bereits jetzt kann aber schon die neue MWST-Nummer verwendet werden. Um am Ende des laufenden Geschäftsjahres Feuerwehrübungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, sämtliche Anpassungen der Informatik sowie der Rechnungsformulare und anderer Dokumente bereits im Lauf des Jahres 2013 vorzunehmen. Ab 2014 ist dann nur noch die neue MWST-Nummer gültig.
 



03.06.2013
Aufschalten der Webseite www.conte-treuhand.ch
 



01.06.2013
Start der CONTE & Partner Treuhand AG
an der Chamerstrasse 174 in 6300 Zug